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Am siebten und letzten Spieltag gab es zwei Aufstiege zu vermelden, wenn auch etwas überraschend: die Damen 30 und Herren 40 1 wurden jeweils Erster und sicherten sich dadurch den Aufstieg. Herzlichen Glückwunsch!

TA VfL Sindelfingen 2 - Herren 40 1  0:9

Mit einem deutlichen und auch in dieser Höhe verdienten Sieg beendeten unsere Herren 40 eine erfolgreiche Saison, die im Nachgang noch eine unverhoffte Krönung erhielt. Die Wolken verhießen bereits bei der Anreise nach Sindelfingen nichts Gutes und das Wetter zwang die Beteiligten von Beginn an in die Halle. Von einem Heimvorteil war jedoch nichts zu erkennen, denn Simon Merkel und Hans Matovinovic machten mit ihren Gegnern kurzen Prozess. Thomas Miltz lieferte sich an Position 6 derweil einen offenen Schlagabtausch, der seinem Gegenüber jedoch derart die Luft raubte, dass dieser im Match-Tiebreak aufgeben musste. Da die Herren 55 ihr letztes Spiel bereits hinter sich gebracht hatten, war sich Winfried Vester nicht zu schade, bei den 40ern auszuhelfen und landete, auch wenn er mit dem Hallenboden nicht warm wurde, ebenso einen Erfolg wie Mannschaftsführer Jürgen Höhn, der an ungewohnter Position im zweiten Satz zwar in den Tiebreak musste, aber die Oberhand behielt. Das hervorragende Zwischenergebnis komplettierte Markus Kolein mit einem deutlichen Erfolg und so standen Sieg (und Klassenerhalt) bereits fest. Dem eigens für das Doppel mitgereisten Gerd Bauschlicher gelang dann an der Seite von Markus Kolein noch ein knapper Zweisatzsieg, während die Gastgeber die beiden übrigen Partien abschenkten. Da im Vorfeld auch noch die Gefahr eines möglichen Abstiegs gedroht hatte, war man mit gedämpften Erwartungen in das Match gegangen und so kam das 9:0 (zugegebenermaßen begünstigt durch das Fehlen der gegnerischen Nummer 1) doch etwas überraschend. Als in den späten Abendstunden die Ergebnisse der anderen Partien im Internet auftauchten und sich herausstellte, dass Tabellenführer Weil der Stadt völlig überraschend bei Nagold verloren hatte, kannte die Begeisterung dann keine Grenzen: der TCB war Gruppensieger und der Aufstieg in die Verbandsliga perfekt.

Herren 40 2 - TSV Dagersheim TA 2  6:0

Auch das zweite Samstagsspiel endete mit einem "Whitewash", denn unsere Herren 40 2 wollten ihren Mannschaftskollegen in nichts nachstehen und schickten die gastierenden Dagersheimer ohne einen Punkt nach Hause. Zum ersten Mal in nomineller Bestbesetzung angetreten, zeigten Robert Kußmaul, Peter Hermes und Flaviu Andrei keine Gnade und ihren Kontrahenten die Grenzen auf: zwei Spiele gaben alle drei zusammen ab. Einzig Sven Cermak, nach Schulter- und Handgelenksproblemen noch nicht wieder bei voller Spielstärke tat sich schwerer, brachte seine Partie nach gewonnenem Tiebreak im ersten Satz aber sicher nach Hause. Im Doppel setzte er dann aus und wurde von Marcus Grünig vertreten, der gemeinsam mit Robert Kußmaul das  zweite enge Match des Nachmittags überstehen musste. Zum Schluss waren jedoch auch sie erfolgreich, derweil Hermes/Andrei sich erneut deutlich durchsetzen konnten. Somit steht am Ende ein erfreulicher 3. Platz zu buche, ob die Mannschaft nächste Saison als 4er- oder 6er-Mannschaft auftreten wird, bleibt abzuwarten.

Herren 1 - TA SV Böblingen 3  2:7

Ohne Erfolgserlebnis mussten sich unsere Herren 1 von der Saison und der Liga verabschieden, auch gegen Tabellenführer Böblingen gab für die Jungs nichts zu holen. Wie in allen vorangegangenen Partien gab es auch diesmal genau einen Einzelpunkt und wie erwartet war es Pedja Kolaric, der ihn erringen konnte. Beflügelt von seinem Sieg gegen einen Ranglistenspieler bei einem Turnier in der Vorwoche ließ er der gegnerischen Nummer 1 kaum eine Chance und setzte sich verdient durch. Dahinter zeichnete sich dann das übliche Bild ab: Mannschaftsführer Christian Vester kam mit den gewaltigen Aufschlägen seines Gegners nicht zurecht und verlor ziemlich glatt, während auch Kimon Henschen und Felix Baum ihr Potential nur zum Teil auf den Platz brachten und so das Nachsehen hatten. Als sechster Debütant des Jahres machte Felix Ladenburger seine Sache indes sehr gut und setzte sich lange, wenn auch erfolglos zur Wehr. Auch Simon Merkel, erneut mit einer Doppelschicht, hatte vor allem in Satz Nummer 2 seine Chancen, musste sich dann aber im Tiebreak geschlagen geben. Er war es dann auch, der mit Pedja Kolaric im ersten Doppel den zweiten Punkt sicherte und nebenbei seine perfekte Match-Tiebreak Saisonbilanz ausbaute. Für Vester/Ladenburger und Henschen/Baum sollte der Tag nicht mehr von Erfolg gekrönt sein, aber sie konnten erhobenen Hauptes vom Platz gehen, denn sie hatten nicht abgeschenkt.

Alles in allem stand die Saison im Zeichen des Umbruchs, es bleibt zu hoffen, dass der Sommer 2019 wieder gnädiger mit unseren Herren umgeht.

TA VfL Sindelfingen 4 - Herren 2  9:0

Erhobenen Hauptes können auch unsere Herren 2 ihre Saison beenden, auch wenn es bei starken Sindelfingern erwartungsgemäß nichts zählbares mehr zu holen gab. Mannschaftsführer Niklas Fix stand vor der Partie vor einem Problem: da seine Mitspieler alle noch Junioren waren, hatte er, sich selbst ausgenommen, niemanden der fahren konnte. Kurzerhand rekrutierte er den unermüdlichen Flaviu Andrei, der auch nach seinem Einsatz am Vortag offensichtlich noch nicht genug vom Spiel hatte und seinen Auftritt in vollen Zügen genoss, ehe er sich mit 13:15 im Match-Tiebreak geschlagen geben musste. Nach eigener Aussage ging Niklas erster Satz nicht länger als jener Tiebreak und auch der zweite brachte ihm nicht viel mehr ein. Auch die "Young Guns" um Joshua Dittmer, Jonathan Barthold und Felix Kußmaul mussten sich ihren, um 5 oder mehr LKs besseren Gegnern geschlagen geben. Einzig Tom Müseler erreichte ebenfalls den Entscheidungssatz, konnte in diesem jedoch nicht an seinen zweiten Satz anknüpfen und verlor. Die Doppel in der Aufstellung Müseler/Barthold, Fix/Andrei und Dittmer/Kußmaul waren eine relativ klare Angelegenheit und so endete die Saison mit einem 0:9. Nichts desto trotz haben unsere Jungs bewiesen, dass sie in der Liga bestehen können und werden nächstes Jahr alles daran setzen, den vierten Platz noch zu übertreffen.

TC Rutesheim 2 - Damen 1  3:3 (7:7; 54:56)

Das knappste Spiel bestritten unsere Damen, bei ihrem Gastspiel in Rutesheim hatten sie das bessere Ende für sich. Schon nach den Einzeln zeichnete sich ab, dass es ein sehr enger Ausgang werden würde, denn man teilte sie sich schwesterlich. Emily Kolein erzielte bei ihrem ersten Einsatz des Jahres einen knappen Zweisatzsieg und punktete damit ebenso wie Sandra Wintermantel, die nach verlorenem ersten Satz aufdrehte und im Match-Tiebreak die Nerven behielt. Genau umgekehrt verhielt es sich bei Fabienne Krause, die nach anfänglicher Überlegenheit ins Hintertreffen geriet und den Entscheidungssatz abgeben musste, während Linda Reister etwas deutlicher unterlag. Bei Match- und Satzgleichheit lag man vor den Doppeln mit einem mickrigen Spiel hinten und traf dann taktisch die richtige Entscheidung. Da das erste Doppel bei Gleichstand entscheidet, setzten die Damen mit der Kombination Kolein/Krause dort voll auf Sieg und es gelang. Reister/Wintermantel konnten zwar nicht gewinnen, aber genügend Spiele einfahren um am Ende mit 56:54 zu triumphieren. Platz drei in einer wegen eines Rückzuges verkleinerten Gruppe kann sich für die verjüngte Birkenfelder Mannschaft sehen lassen.

Damen 30 - TA TV Altdorf 1  4:2

Den emotionalen Höhepunkt des Schlussaktes setzten jedoch unsere Damen 30, die mit ihrem Heimsieg den scheinbar verspielten Aufstieg doch noch erreichten und vereinzelt Stimmen von einem Birkenfelder Wunder laut werden ließen. Doch der Reihe nach: die Ausgangslage war klar, die Damen mussten das letzte Spiel gewinnen und dann auf einen Ausrutscher der zeitgleich spielenden Degerlocher Mannschaft hoffen. Mannschaftsführerin Sylvia Holländer zeigte sich wild entschlossen und ließ ihrer Kontrahentin nicht den Hauch einer Chance während sich auch Tina Armbruster deutlich in zwei Sätzen durchsetzen konnte. Ihre Siegpremiere feierte dagegen Lyuba Georgieva, die sich in einer spannenden und umkämpften Partie mit 10:8 im Match-Tiebreak durchsetzen konnte. Einzig Eva Wüst fand an diesem Tag nicht so recht zu ihrer Form und musste sich geschlagen geben. Den entscheidenden vierten Punkt sicherte das groß aufspielende Duo Holländer/Armbruster und so war Teil eins der Aufgabe geschafft. Noch während das zweite Doppel mit Paola Quinonez/Lyuba Georgieva lief, machte dann eine fast unglaubliche Nachricht die Runde. Der ewige Konkurrent aus dem Enztal, ausgerechnet Calmbach, hatte Degerloch geschlagen und so war das, was vor zwei Wochen noch in weite Ferne gerückt schien, plötzlich Realität. Das Doppel ging dann zwar noch knapp verloren, aber letztlich war das nicht mehr von Belang: durch das bessere Punkteverhältnis war der Aufstieg nach etlichen zweiten Plätzen endlich, endlich in trockenen Tüchern.

Damen 30 Sommer2018

Die Damen 30: Petra Hofmann, Tina Armbruster, Sylvia Holländer, Renate Duhatschek, Eva Wüst, Lyuba Georgieva (stehend, v.l.n.r.) Paola Quinonez, Iris Daub-Weisser, Petra Wallmüller-Lust (kniend, v.l.n.r.)

PZ/CV