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Kann man ein Tennismatch schlechter beginnen als mit einem verlorenen Spiel? Alexandar Samardzic, ein vielversprechendes Talent und Neuzugang aus Büchenbronn muss sich diese Frage an einem verschneiten Samstag in der Holzgerlinger Tennishalle gestellt haben.

Seine Trainingskameraden hatten allesamt bereits am Wochenende zuvor ihre ersten Einsätze und waren erfolgreich in die Meisterschaften gestartet. Die Auslosung hatte ihm zwar ein Freilos beschert, doch in seinem ersten Match wartete die Nummer drei der Setzliste. Die Hypothek der Erwartungen lastete schwer auf seinen schmalen Schultern und Alexandar hatte bald eine Antwort auf obige Frage, verlor er doch gleich die ersten sechs Spiele.

Doch ein 0:6, die Höchststrafe im Tennis, kann manchmal eine befreiende Wirkung haben. Denn Alexandar kam zurück und gewann sein Match im ominösen, viel gescholtenen und bisweilen verfluchten Match-Tiebreak. Ein Sieg des Willens, der Lust auf mehr zu machen schien, schließlich gewann er auch seine nächsten beiden Partien in besagtem Match-Tiebreak und stand plötzlich im Finale der Herren C Konkurrenz.

Und von der ersten Sekunde an ließ er keinen Zweifel aufkommen dass er dieses Finale gewinnen würde. Mit einer erstaunlichen Routine kontrollierte er seinen Gegner Michael Seng (TC Maichingen), setzte mit seiner fast fehlerlosen Vorhand immer wieder Nadelstiche und gewann mit 6:1 und 6:4.

Dem 14-Jährigen gelang somit, was dem TC Birkenfeld fast 30 Jahre verwehrt geblieben war. Seit Winfried Vesters Sieg bei den Sommerbezirksmeisterschaften 1986 hatte kein Spieler des TCB einen Bezirkstitel bei den Aktiven errungen.

Zwei Stunden später ließ ein weiterer Birkenfelder seine Chance auf einen Erfolg ungenutzt verstreichen. Christian Vester unterlag nach einem tollen Turnier mit 4 Siegen gegen sehr starke Konkurrenten im Finale der Herren B seinem Gegner Luca Reutter (TA SV Böblingen) knapp mit 4:6 und 4:6.